Baugeschehen – Pfarrhaus St. Trinitatis

Durch das Engagement unseres Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz wurde das Pfarrhaus als schützenswertes Objekt mit viel Geschichte in das Förderprogramm bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgenommen. Da das Bundesprogramm erheblich überzeichnet war, waren die Bundesmittel geringer ausgefallen als beantragt. Durch eine zusätzliche Förderung des Freistaates, für die sich u.a. der Wahlkreisabgeordnete des Sächsischen Landtages, Jan Hippold, eingesetzt hat, und weitere Eigenmittel der Kirchgemeinde wurde es möglich, die Maßnahme dennoch zu realisieren. Für die Eigenmittel hat die Kirchgemeinde Unterstützung erfahren durch die Sparkasse Chemnitz, die Hermann-Ende-Stiftung und zahlreiche Einzelspenden.

Mit Staunen haben Sie gewiss die Baufortschritte an unserem Pfarrhaus wahrgenommen. Der Finanzierungsplan ist gesichert und die Baukosten bewegen sich im geplanten Rahmen. Die Abbrucharbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Mehr und mehr lässt sich Neues entdecken. Der Giebel nach der Herrmannstraße trägt ein frisches Schieferkleid. Der hintere Teil des Daches ist fast fertig eingedeckt. Vorher waren neue Dachgauben entstanden – eine davon als Rettungsweg – und neue Dachschalung aufgebracht worden. Das Dachgeschoss hat neue Dielung erhalten und wird nun mit zeitgemäßer Wärmedämmung und Trockenbau ertüchtigt.

Im Erdgeschoss wurde der Holzboden im Corrie-ten-Boom-Zimmer herausgerissen. Inzwischen liegt Schweißbahn und in den nächsten Wochen wird der Fußboden-Estrich eingebaut, in den vorher noch die Rohre und Kabel eingebracht werden. Wenn Sie an der Herrmannstraße entlang gehen, entdecken Sie in der putzlosen Fassade die zugesetzten Fenster im Erdgeschoss, die im Inneren nur mangelhaft vermauert wurden. Das wurde nun fachgerecht ausgebessert. Die barocke Substanz wird durch überholte Türen und Fenster und im Corrie-Zimmer durch den Wandschrank und Stuck an der Decke wieder herausgestellt. In diesen Tagen beginnen die Putzarbeiten außen und im Erdgeschoss innen. Es lohnt sich also, immer mal am Haus vorbeizuspazieren und sich umzusehen.

Im Mai hat die Kirchgemeinde einen weiteren Kirchlichen Bauantrag gestellt und damit auch außerordentliche Zuweisung durch die Landeskirche beantragt. Als Gemeindeanteil konnte eine Unterstützung durch die Hermann-Ende-Stiftung mit eingebracht werden. Im Umfang dieser Maßnahme ist die Erneuerung der Elektro- und Heizungsinstallation in den Verwaltungsräumen enthalten. Das Corrie-Zimmer wurde durch den Kirchenvorstand als Verwaltungsraum gewidmet. Im Rahmen des Investitionsprogramms Barrierefreies Bauen 2021 „Lieblingsplätze für alle“ wurde beim Landkreis Zwickau ein Förderantrag gestellt. Der Zuwendungsbescheid für den Bau einer barrierefreien Toilette liegt inzwischen vor. Abgesehen vom barrierefreien WC auf dem Friedhof in der Lindenstraße, wird nun das erste barrierefreie WC in den Räumen unserer Kirchgemeinde realisiert. Durch eine barrierefreie Zuwegung über den Hintereingang des Pfarrhauses wird es für Menschen mit Handicap leichter, die Kirchgemeinde- und Friedhofsverwaltung zu erreichen. Auch für Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste steht künftig bei Bedarf die neue Toilette zur Verfügung. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Der Kirchenvorstand ist dankbar, dass der Bau so gut vorangeht und es keine bösen Überraschungen im Verborgenen gab. So sieht es ganz danach aus, dass es für uns als Kirchgemeinde nicht teurer wird. Gott behüte alle, die innen und außen, in luftiger Höhe und später in der Tiefe eines Trockenlegungsgrabens arbeiten.

Pfarrer Frank Nötzold

Impressionen im Bild

Unsere geschätzten Verwaltungsmitarbeiterinnen konnten vorübergehend ins Pfarrhaus nach Wüstenbrand umgesiedelt werden. Diesen Blick ins Pfarramt können Sie nur noch auf Bildern genießen.

Die Perspektive des folgenden Bildes ist ähnlich. Rechts erkennen Sie die auch bisher sichtbare Laibung des früheren Fensters. Zentral ist eines der inzwischen ausgemauerten Fensterlöcher zu sehen.

Das Corrie-Zimmer mit teilweise entferntem Holzfußboden.

 

Auch bald Geschichte: Die bisherige Erlebnistoilette im Erdgeschoss wird zum Abstellraum für die Mieter des Hauses. Das barrierefreie WC wird im bisherigen Abstellraum der Mieter Einzug halten.

Ein Blick ins Dachgeschoss zeigt die Entkernung mangelhafter Substanz. Alte Dielung musste weichen, die neue ist bereits zu sehen. Auf dem letzten Bild sind OSB-Platten als Dampfsperre und Gipskarton-Platten als Beplankung zu sehen.